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Wissenswertes zu OER und Creative Commons


OER schaffen Bildung für alle

Das Medienportal ermöglicht bereits heute weltweit und jederzeit den Zugriff auf seine Medien. Diese unterliegen jedoch noch gewissen Einschränkungen, so bei der Veränderung und der Veröffentlichung. Das Unterrichten von zunehmend heterogenen Lerngruppen erfordert jedoch Unterrichtsmaterialien, die den jeweiligen pädagogischen Bedürfnissen angepasst werden können. Auch die UNESCO forderte in ihrer 2012 veröffentlichten „Pariser Erklärung zu Open Educational Resources (OER)“, dass Urheber von Bildungsmaterialien diese unter einer offenen Lizenz zur Verfügung stellen sollen, sodass Veränderung und Weitergabe oder Veröffentlichung ausdrücklich erlaubt werden. Damit soll eines der wichtigsten Ziele der UNESCO erreicht werden, nämlich die Teilhabe aller Menschen an qualitativ hochwertiger Bildung. Die Siemens Stiftung unterstützt diese Forderung nach offenen Bildungsressourcen und hat sich entschieden, künftig im Medienportal vermehrt Medien unter einer offenen Lizenz anzubieten, ohne auf die bisherigen Qualitätsstandards zu verzichten. Denn die Siemens Stiftung möchte auch in Zukunft pädagogische Fachkräfte optimal in ihrem Bildungsauftrag unterstützen.

Der Begriff wurde im Rahmen des UNESCO Weltkongresses zu OER im Jahr 2012 in der Pariser Erklärung folgendermaßen definiert:

OER sind „… Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt.“

Ein wesentliches Charakteristikum für OER ist demnach, dass sie unter offenen Lizenzen stehen - in den meisten Fällen unter einer Creative Commons-Lizenz, die von der gemeinnützigen Organisation Creative Commons (CC), zur Verfügung gestellt wird. Damit können Urheber oder Rechteinhaber anderen Nutzern standardisierte Nutzungsrechte einräumen. Dies ermöglicht je nach Lizenzmodell das Teilen, Verändern, Verbreiten und Neuzusammenstellen von Materialien. Die CC-Lizenzen haben sich inzwischen zu einem de-facto-Standard für OER entwickelt. Näheres zu den Creative Commons Lizenzmodellen finden Sie unter dem Reiter „Creative Commons“.

OECD-Studie setzt Qualitätssicherung von OER auf die Agenda
Die OECD-Studie „Open Educational Resources – A Catalyst for Innovation, Educational Research and Innovation“ gibt einen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen von OER und zeigt auf, wie diese schon heute genutzt werden. So verfügt laut Studie bereits die Mehrheit der Industrienationen über klare politische Strategien, um den Einsatz von OER in ihren jeweiligen Bildungssystemen zu fördern.

2012, Jonathas Mello www.jonathasmello.com, CC-BY 3.0 Unported